Deutschland 1969, 88 min
Genre: Drama
Regie: Volker Schlöndorff
Drehbuch: Volker Schlöndorff
Kamera: Dietrich Lohmann
Schnitt: Peter Ettengruber
Musik: Klaus Doldinger
Darsteller: Rainer Werner Fassbinder, Margarethe von Trotta, Hanna Schygulla, Günther Kaufmann, Sigi Graue, Irm Hermann
FSK: 12
Kinostart: 20.03.2014

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Baal

Der junge Dichter Baal verachtet die Menschen und nutzt sie schamlos aus – selbst seinen Freund Eckart, mit dem er mehrere Jahre durchs Land zieht und den er offen begehrt.

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Baal ist ein junger und talentierter Dichter. Obgleich er von der großbürgerlichen Gesellschaft gefeiert und hofiert wird, verachtet er sie. Er schläft mit der Frau seines Gönners Mech und schwängert Sophie, die ihm aber schnell zur Last wird. Menschen, denen Baal begegnet, nutzt er schamlos aus – selbst seinen Freund Ekart, mit dem er mehrere Jahre durchs Land zieht und den er offen begehrt.

Auf brillante Weise überträgt Schlöndorff das historische Brecht-Stück in die Gegenwart der 68er und fängt eindrucksvoll die Stimmung der Revolte und sexuellen Befreiung ein. Nach der Uraufführung 1970 ließ Bertolt Brechts Witwe, Helene Weigel, weitere Vorführungen von Volker Schlöndorffs viertem Spielfilm untersagen und »Baal« verschwand für über 40 Jahre in den Archiven. Erst zur Berlinale 2014 durfte der Film erstmals wieder aufgeführt werden. Den jungen Baal verkörpert kein Geringerer als Rainer Werner Fassbinder. An seiner Seite agiert Schlöndorffs spätere Ehefrau, Margarethe von Trotta, die hier zum ersten Mal mit den beiden deutschen Regie-Ikonen zusammenarbeitete.